Netzwerk

Ausgangslage

Bei schwerkranken Patientinnen und Patienten mit einer Tumorerkrankung wird im Spital oft eine spezifische Ernährungstherapie eingeleitet, welche zu Hause weitergeführt wird. Durch die zunehmende Zahl von Patientinnen und Patienten mit kurzer Aufenthaltsdauer ist eine ambulante Nachbetreuung im Spital oft nicht zufriedenstellend zu bewältigen. Hinzu kommt, dass Schwerkranken nach Möglichkeit aufwändige Wege für Verlaufskontrollen erspart werden sollen.

Ziele

  • Förderung der Zusammenarbeit zwischen freiberuflichen dipl. Ernährungsberaterinnen und -berater HF/FH, spitalexternen Diensten und niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten bei der Betreuung von Patientinnen und Patienten mit Ernährungsproblemen, welche ergänzend zu ihrer ungenügenden Ernährung eine künstliche Ernährung wie beispielsweise Trinknahrung, Sondenernährung oder in seltenen Situationen auch parenterale Ernährung benötigen.
  • Förderung der Zusammenarbeit zwischen Gesundheitsversorgern (durch systematisches Austritts-, Übernahme- und Eintrittsmanagement von Patientinnen und Patienten im Bereich Ernährung.

Netzwerk Ernährung (nutricare) freiberuflicher Ernährungsberaterinnen und Ernährungsberater

Damit die Ernährungsberaterinnen und -berater ihre Aufgabe vor Ort durchführen können, bedarf es im Hintergrund ein Netzwerk. Dieses stellt den Telefondienst, die personelle Kontinuität und die Ressourcen für den Einsatz vor Ort sicher.

Warum ein wohnortnahes Angebot?

Die künstliche Ernährung wird im Spital in Abstimmung mit der normalen Ernährung bedarfsgerecht eingeleitet, mindestens teilweise aufgebaut und für zuhause organisiert. Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige werden im Spital geschult, informiert und beraten. Insbesondere für Schwerkranke und ältere Menschen wird hiermit neu eine wohnortnahe ernährungstherapeutische Weiterbetreuung angeboten, welche in enger Zusammenarbeit mit den zuständigen Hausärztinnen und Hausärzten sowie mit den Spitexfachpersonen erfolgt.